Haus Kögel Schmoll Berlin

Das Grundstück befindet sich im Innenbereich eines typischen Vorort Wohquartiers. In der heterogenen Umgebung findet man alle Arten von Nachkriegswohnhäusern. Das bestehende Haus war ehemals ein Forsthaus auf einem damals entsprechend großen Grundstück. Im Laufe der Zeit wurde das Grundstück weiter parzelliert und auf den immer kleiner werdenden Grundstücken Wohnhäuser gebaut. Das verbleibende Grundstück lässt dem Haus aufgrund der Abstandsflächenregelung nur eine sehr beschränkte Erweiterungsfläche von etwa 4 Metern Tiefe über die bestehende Hausbreite von 8 Metern. Da Die Erweiterung soll dem Bestehenden Gebäude mit seinem prägenden Giebeldach eine gestalterische Eigenständigkeit belassen. Wie ein Möbelstück wird eine schlanke hohe Holzkiste an seine Seite gestellt. Sie ragt in allen Dimensionen etwas über das alte Gebäude hinaus. Über eine zurückspringende Fuge ist der neue Baukörper deutlich abgesetzt. Das Haus ist in Holztafelbauweise vorgefertigt und ließ sich in kurzer Zeit auf dem Grundstück errichten. Es hat keinen Keller und ruht au einem Betonsockel in Höhe des bestehenden Ziegelsockels. Die schmalen Seiten der Box sind vollständig verglast und geben den Blick in den Garten frei. Die Erschließung erfolgt das Treppenhaus im Bestand. Wanddurchbrüche im Erdgeschoss und Obergeschoss verbinden den Neubau mit dem Bestand und lassen im Erdgeschoss auch viel Tageslicht in die Wohnräume des Bestandes. Im Obergeschoss befinden sich zwei Arbeitsräume, die mittels einer Schiebetür voneinander abgetrennt werden können. Die schmale Holzverschalung gibt dem Baukörper seine Eleganz und nimmt Bezug zu den Holzverkleidungen des Altbaus.

Bauherr Familie Kögel Schmoll
LP 1-9 SAUERZAPFE ARCHITEKTEN
Tragwerksplanung ifb frohloff staffa kühl ecker
Fotograf Bernd Hiepe
Planung 2007
Bauzeit 2008

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