Haus Schwarzberg Wildpark West

Die Gestaltungssatzung der Gemeinde sah für das Grundstück eine eingeschossige Bebauung plus Dach vor. Die aus der Basilika abgeleite Form des überhöhten Mittelbaus erlaubt in dieser Bauform eine Ausbildung des Dachgeschosses ohne Gauben. Der Mittelfirst läuft durch und betont die Ausrichtung des Grundstückes zum Wasser. Der Grundriss des Gebäudes bildet ein klar gegliedertes Quadrat, die Fassaden sind symmetrisch aufgeteilt. Die Öffnungen sind auf zwei Formate begrenzt, die entweder als Doppelflügeltür mit Kämpfer oder als Fenstertür verwendet werden. Seriosität der Planung und Qualität der handwerklichen Umsetzung waren bei der Arbeit mit dem klassischen Vokabular unabdingbare Voraussetzungen, um keine ironische Interpretation der Postmoderne entstehen zu lassen. Alle Materialien der Innenräume wurden sorgfältig ausgewählt und aufeinander abgestimmt. Die Fassaden sind als fein gegliederte Putzflächen ausgeführt, alle Gesimse und Pilaster traditionell vor Ort gezogen. Bei der Gestaltung der Putzelemente wurden klassische Stuckelemente geometrisch abstrahiert und mit einer klaren Linieführung gestaltet. Das so entstandene Fassadenrelief bringt eine vielfältige Licht- und Schattenwirkung. Das Gebäude reiht sich in eine klassizistisch geprägte Potsdamer Villenarchitektur ein, ohne seine Entstehungszeit zu leugnen. Zentrale Eingangshalle mit gegliedertem Marmorboden und Treppe aus gewachster Eiche. In die Raum hohen Faltwände wurden mit Lasertechnik Ornamente geschnitten. Durch den Lichteinfall entstehen interessante Lichtstimmungen. Im Schlafzimmer wird die Stoffbespannung bis in den Giebel geführt und bildet einen Zeltraum mit einem großartigen Blick über den Garten bis auf die Havel.

Bauherr Familie Schwarzberg
LP 1-9 SAUERZAPFE ARCHITEKTEN
Tragwerksplanung HEG Beratende Ingenieure Berlin
Haustechnik Ingenieurbüro Hetebrüg VDI
Fotograf Bernd Hiepe
Planung 1999-2000
Bauzeit 2001

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