Seebrücke Senftenberg

Als westlicher Abschluss des Hafenbereiches ist die schwimmenden Süd-West-Mole als Seebrücke vorgesehen. Die Mole besteht aus vier aneinander gereihten Stahlbetonschwimmstegelementen, die durch entsprechende Kopplungselemente miteinander verbunden sind. Auf der schwimmenden Mole befindet sich die stählerne Stegkonstruktion mit einer Gesamtlänge von 68 m. Die Stegkonstruktion besteht aus einer Rampe und einer Plattform. Die Rampe weitet sich im Bereich des Rampenantrittes auf. Die OK-Belag der Rampe steigt auf eine Höhe von 3,5 m oberhalb der OK-Belag der Mole an. Im vorderen Bereich der Plattform wird eine Treppe integriert. Der Überbau besteht aus den zwei Hauptrandlängsträger und Nebenquerträgern. An den Nebenquerträgern werden die Längsträger für den Bohlenbelag befestigt. Auf die Randlängsträger ist das Geländer aufgeschweißt. Der Überbau wird durch 6 V-förmigen Stützenbockpaaren in Achsabstand von 10,0 m getragen die durch jeweils zwei Hauptquerträger miteinander verbunden sind. Die Aussteifung in Querrichtung in Ebene des Überbaus erfolgt durch Verbände, im Bereich der Stützen durch die Rahmenwirkung der Stützenbockpaare.
Um die auftretenden Bewegungen im Bereich der drei Kopplungsfuge der Schwimmstegelemente aufnehmen zu können ist der Überbau der Stegkonstruktion in diesen Bereich getrennt und ein Einhängefeld zwischen den zwei angrenzenden V-Stützen gelenkig eingehängt. Bei der gewählten Aufteilung der Konstruktion wurde darauf geachtet, dass der Lasteintrag aus dem Oberbau so gleichmäßig wie möglich auf den schwimmenden Unterbau erfolgen kann. Ferner wurde ein spezielles Augenmerk auf die auftretenden Bewegungen im Bereich der Kopplungsfugen der Schwimmstegelemente gelegt. Zusätzlich ist mit Querbewegungen und Längsverdrehungen zu rechnen bzw. Längenänderungen infolge Temperatur zu berücksichtigen. Um eine weitestgehend zwängungsfreie Auflagerung des Einhängefelds zu realisieren, sind diese möglichst Lang und Torsionsschlaff ausgebildet und mit zwei Dehnfugen an die angrenzenden Bauteile angeschlossen.

Bauherr Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg
Gesamtplanung ARGE Stadthafen Senftenberg
bgmr Landschaftsarchitekten Becker Giseke Mohren Richard / ECOSYSTEM SAXONIA / ASTOC GmbH & Co. KG
LP 4-7 Seebrücke und Verbindungsbrücken SAUERZAPFE ARCHITEKTEN
Tragwerksplanung ifb frohloff staffa kühl ecker
Fotograf Hanns Joosten, Panorama und Nachtbild Andreas Franke
Planung 2010-2011
Bauzeit 2012-2013

 

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